Deutsches Turnfest, Wettkämpfe und Freizeiten

Für die “großen” Leichtathleten wurde dieses Jahr zum wiederholten Male eine Skifreizeit, dies mal in Ischgl, durchgeführt. Eine Gruppe von 12 Personen reiste mit dem eigenen PKW nach Ischgl in Österreich. Dort hatte sie eine urige Selbstversorger – Hütte gemietet. Die Woche ging schnell vorüber und war ein gelungenes Erlebnis für alle; und hier insbesondere unsere Ski – Touren in die Schweiz zum Mittagessen. Am Abend besuchten die Gruppe dann regelmäßig das Hallenbad zum Entspannen, um daran anschließend gemütlich den Rest des Abends in der Hütte zu verbringen. In diesem Jahr haben wir nur an wenigen Wettkämpfen teilgenommen. Wir hoffen, dass dies in Zukunft wieder besser werden wird. Wir besuchten folgende Sportfeste: Zweimal in Sandbach, Hochsprung mit Musik in Usingen, Frankenstein – Bergturnfest, Deutsches Turnfest in Bochum/Dortmund. Nicht zu vergessen unsere eigenen Veranstaltungen, im Frühjahr in der Halle und unsere Vereinsmeisterschaften im Herbst auf dem Sportplatz in Traisa. In diesem Jahr fanden sie in Anlehnung an die Sportabzeichenbedingungen statt, so dass auch “Nichtleichtathleten” daran teilnehmen und das Sportabzeichen abnehmen lassen konnten. Hier hatten wir seit langem wieder einmal regen Zuspruch. Anschließend haben wir gegrillt und mit Würstchen und Getränken die Freiluftsaison abgeschlossen. Nebenbei erwähnt sei noch der Besuch des sportmedizinischen Institutes in Frankfurt durch eine Gruppe unserer Leichtathleten, bei dem sie von erfahrenen Sportärzten auf ihre Sporttauglichkeit untersucht wurden. Auch auf dem Deutschen Turnfest in Bochum / Dortmund waren wir mit einigen Athleten vertreten. Wir starteten mit einem Sonderzug des Deutschen Sportbundes von Darmstadt aus nach Dortmund. Auf diesem Turnfest mit fast 100.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland erlebten wir unvergleichlich schöne Tage. Unsere leichtathletischen Wettkämpfe konnten wir erfolgreich abschließen. Unterstützt wurden wir von unseren “älteren” Leichtathleten, die ebenfalls zu ihren Wettkämpfen nach Bochum/Dortmund angereist kamen. Alle 8 Teilnehmer unserer Jugend waren sich einig: “1994 in Hamburg sind wir wieder dabei, komme was wolle”. Anlässlich der Sportplatzeinweihung des TV Waschenbach wurde der diesjährige Mühltaler Staffellauf im Ortsteil Waschenbach ausgetragen. Wie in den vergangenen Jahren wurde auch in diesem Jahr eine große Anzahl der Mannschaften von der Turngemeinde Traisa gestellt. Von unseren sechs angetretenen Mannschaften errangen drei erste Plätze. Trotz anfänglich schlechter Wetterverhältnisse fand dann anschließend die Siegerehrung bei herrlichem Sonnenschein mit gemütlichem Beisammensein auf der Sportanlage des TV Waschenbach statt. Es gehört zur guten Tradition, alljährlich die von der SG Sandbach/Odw. angebotenen Hallensportfeste zu besuchen. So konnten wir uns auch in diesem Jahr im Frühjahr und beim Wettkampf am 10. und 11.November in einigen Altersgruppen wieder als Sieger eintragen. Erfreulich war das gute Abschneiden der Kleinsten, sprich D-Schüler. Sie mussten in der nächst höheren Gruppe (C-Schüler) starten und hielten sich recht wacker. Für einige unserer Teilnehmer war es der erste Wettkampf in fremder Umgebung und man konnte die Aufregung verstehen. Alles war aber vergessen, als jeder mit einer Urkunde die Heimreise antreten konnte. Zu Beginn der Herbstferien fand wieder ein Trainingslager in Oberhundem im Sauerland statt. Mit einer Gruppe von 30 Leichtathleten fuhren wir am Freitag, dem 5.10.90, in Nieder-Ramstadt los. Gegen 17.00 Uhr erreichten wir unsere Jugendherberge. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem Abendessen spielten wir an diesem Abend einige schöne Spiele mit allen. Besonders ist hervorzuheben, dass an dieser Fahrt Athleten aller Alterklassen teilnahmen. Am Samstag starteten wir mit einer Trainingseinheit in den Tag. Am Nachmittag standen dann Sportspiele, wie Volleyball, Tischtennis und vieles mehr auf dem Programm. Danach ging es zum Entspannen ins Hallenbad. Nach dem Abendessen zogen wir uns dann die dicken Jacken an und machten uns auf den Weg zu unserer Nachtwanderung, die uns am Rhein-Weser-Turm zu einer kurzen Pause einkehren ließ. Nach zweieinhalb Stunden Wanderung erreichten wir wieder unsere Jugendherberge. Einige Stimmbänder hätten es wohl auch nicht länger ausgehalten, da auf der Wanderung ausgiebig gesungen wurde. Einen besonderen Dank an unseren Vorsänger Marcus! So nahte auch schon der Sonntag. Bei klarem blauem Himmel veranstalteten wir am Vormittag eine Schnitzeljagd, die uns in die Wälder und das Gestrüpp des Sauerlandes führte. Der Nachmittag stand wieder ganz im Zeichen des Sports. Am Abend gab es dann unseren bunten Abend mit Spiel, Spaß, Modeschau und Tanz. So ging auch dieser Tag zu Ende. Zum Abschluss besuchten wir am Montag, leider im Regen, aber wir sind ja nicht aus Zucker- den Panorama-Park. Es war für alle ein Erlebnis. Hier sind besonders Christine und Silke zu nennen, die auf der Sommerrodelbahn so ihre Probleme mit den Kurven hatten. Die “Leichtathletik-Senioren” – und seit einigen Jahren auch Seniorinnen- haben sich inzwischen zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengefunden. Der Donnerstagabend ist für sie “heilig”. Denn seit eh und je ist dieser Tag der Tag der Leichtathleten. Auch nur der Versuch, diesen anderweitig zu verplanen, käme einer “Palastrevolution” gleich. Die Anzahl der Wettkampfbeteiligungen ist zwar inzwischen etwas zurückgegangen, doch ist es fast schon eine Pflicht an herausragenden Ereignissen, wie Deutsches Turnfest, Landesturnfest und Frankenstein-Bergturnfest, teilzunehmen. So ist u.a. die Turngemeinde Traisa einer der wenigen Vereine, der an allen 88 Frankenstein-Bergturnfesten teilgenommen hat. Und gerade bei diesen Wettkämpfen konnten jeweils hervorragende Plätze belegt werden, das heißt die “Alten” haben noch nichts verlernt. Nur ist der Bewegungsablauf inzwischen etwas langsamer geworden. In diesem Jahr stand nun wieder das Deutsche Turnfest in Bochum/Dortmund an, an dem sich die Leichtathletik-Senioren selbstverständlich beteiligt und hervorragende Platzierungen erzielt haben. Bei all den “jungen” Leichtathletik-Senioren darf man auch die “Ober-Senioren” Alfred Fischer und Fritz Bartl nicht vergessen. Diese beiden gelten als sogenannte “Nebelkämpfer”. Denn sie tauchen bei irgend einem Sportfest auf, belegen erste oder sehr gute Plätze und verschwinden wieder- ohne dass jemand etwas davon gesehen hätte. So geschehen in diesem Jahr bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften, beim Deutschen Turnfest, oder gar bei Europameisterschaften in Budapest. Doch wie es halt so ist, wenn auch der Wettkampfergeiz etwas nachgelassen hat, so haben die geselligen Ereignisse in entsprechendem Maße zugenommen. Auch dies ist ein Betätigungsfeld, auf dem die Leichtathletik- Senioren zu Hause sind. Ob es das traditionelle Angrillen im Januar oder das Abgrillen im Dezember ist. Voraussetzung hierbei sind allerdings, es ist möglichst kalt und liegt außerdem noch Schnee. Bei diesen Veranstaltungen wird selbstverständlich die gesamte Familie mit einbezogen. Alles in allem ist diese Abteilung eine Gemeinschaft, bei welcher der Sport nicht zu kurz kommt, die Geselligkeit gepflegt wird und jeder “Neue” sofort als vollwertiges Mitglied aufgenommen wird- vorausgesetzt er zahlt seinen Einstand.